Entsendung

Die Entsendung ermöglicht den Arbeitgebern, Arbeitnehmer ins Ausland zu entsenden, um dort für eine begrenzte Zeit zu arbeiten. Das Arbeitsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und dem entsendeten Arbeitnehmern bleibt für die Dauer der Entsendung erhalten.

 

Regeln

Im Falle einer Entsendung von Arbeitnehmern innerhalb der EU, müssen die Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeiten, Urlaub, Wohlergehen, usw.) und die im Gastland gültige Bezahlung einhalten. Wenn aber die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung im Herkunftsland günstiger sind, können diese angewendet werden. So bleiben die Rechte der entsendeten Arbeitnehmer erhalten und gleichzeitig kann ein fairer Wettbewerb garantiert werden.

Diese Regelung ist in einer europäischen Richtlinie (Richtlinie 96/71/EG) festgelegt, die im belgischen Recht anerkannt ist.

Weitere Informationen zur europäischen EntsenderichtlinieExterner Link finden Sie im Portal der EU.

Sozialversicherung der entsendeten Arbeitnehmer

In Sachen Sozialversicherung ist die Entsendung eine Ausnahme des „Arbeitslandprinzip“. Dieses Prinzip sieht vor, dass ein Arbeitnehmer, der (zeitlich begrenzt oder für unbegrenzte Zeit) eine professionelle Tätigkeit in einem anderen Land ausübt, der Sozialversicherung dieses Landes unterliegt.

Bei einer Entsendung jedoch, bleibt der Arbeitnehmer in dem Land sozialversichert, in dem er für gewöhnlich angesiedelt ist. Zeitgleich ist er von der Sozialversicherungspflicht im Gastland befreit. Prinzipiell beträgt die Dauer einer Beschäftigung im Ausland nicht mehr als 12 Monate.

Weitere Informationen zur Entsendung von ArbeitnehmernExterner Link (französisch-niederländisch) finden Sie auf der Webseite des FÖD Beschäftigung, Arbeit und soziale Konzertierung.

Weitere Informationen zur Sozialversicherung bei der EntsendungExterner Link (französisch-niederländisch) finden Sie im Portal der Sozialversicherung.