Kommanditgesellschaft (KG)

Beschreibung einer KG

Eine Kommanditgesellschaft (KG) besteht aus einem oder mehreren Gesellschaftern, die gemeinsam haften (Komplementär), und einem oder mehreren stillen Teilhabern (Kommanditist).  Eine solche Gesellschaftsform eignet sich z.B. für Personen, die ein eigenes Geschäft eröffnen wollen (als aktive Gesellschafter oder als Unternehmensleitung), aber nicht über ausreichend Kapital verfügen.

Eigenschaften

  • Es gibt keinen Mindestbetrag, aber die Gesellschafter der Kommanditgesellschaft müssen die Einlagen erbringen, zu denen sie sich in der Satzung verpflichtet haben. Der Firmenname des Unternehmens muss einen oder mehrere Namen der Komplementäre beinhalten.
  • Die Aufnahme des Namens eines Kommanditisten ist nicht verboten, aber damit ist eine erhöhte Haftung verbunden. Der Kommanditist haftet nur bis zur Höhe seiner versprochenen Einlage. Er darf keinerlei verwaltungstechnische Aktionen ausführen. Auch nicht durch eine Vollmacht. Die Komplementäre haften gesamtschuldnerische und uneingeschränkt. Die Kommanditisten haften nur beschränkt.

Akte

Die Gründungsakte einer Kommanditgesellschaft kann eine notarielle beurkundete Akte sein. Dies ist aber nicht verpflichtend.

Rechtliche und administrative Pflichten

Die Gen.mbH ist eine eigenständige juristische Person. Deshalb müssen die folgenden Vorschriften eingehalten werden:

  • Erstellung eines Finanzplans
  • im Falle von Bargeldeinlagen: Eröffnung eines Kontos auf den Namen der sich in der Gründung befindlichen Gesellschaft.
  • im Falle von Sacheinlagen: Bericht eines Unternehmensrevisors.

Wie bei allen anderen Gesellschaftsformen gilt auch bei der Gen.mbH, dass diese im Register der juristischen Personen beim Handelsgericht eingetragen werden muss. Dadurch bekommt die Genossenschaft eine Unternehmensnummer.

Nach der Eintragung im Register der juristischen Personen, muss die Genossenschaft, die einer Handelsaktivität nachgehen möchte, sich als Händler bei einem UnternehmensschalterExterner Link im zentralen belgischen Unternehmensregister (französisch-niederländisch) eintragen lassen.

Innerhalb von zwei Wochen nach Erstellung der definitiven Gründungsakte, muss ein Auszug der Akte beim Gericht eingereicht werden. Für die Veröffentlichung im Belgischen StaatsblattExterner Link trägt der Urkundsbeamte Sorge.

Wie bei allen anderen Gesellschaftsformen gilt auch bei der Gen.mbH, dass diese im Register der juristischen Personen beim Handelsgericht  eingetragen werden muss. Dadurch bekommt die Gesellschaft eine Unternehmensnummer.

Nach der Eintragung im Register der juristischen Personen, muss die Genossenschaft, die einer Handelsaktivität nachgehen möchte, sich als Händler bei einem UnternehmensschalterExterner Link (französisch-niederländisch) im zentralen belgischen Unternehmensregister (Banque-Carrefour des Entreprises/Kruispuntbank van Ondernemingen) eintragen lassen.

Vorteile

Die KG bietet viele Vorteile:

  • Es gibt kein festgelegtes Mindestkapital.
  • Die KG bedarf keiner notariell beglaubigten Gründungsakte; eine privatschriftliche Urkunde genügt.
  • Die Aktien sind ohne Zustimmung der anderen Gesellschafter nicht übertragbar; das garantiert den geschlossenen Charakter der Gesellschaft.
  • Die Offenlegungspflichtist eingeschränkt.
  • Die Arbeit der Gesellschafter kann als „Einlage“ angesehen werden.
  • Die Haftung der Kommanditisten ist auf ihre eingebrachte oder versprochene Einlage beschränkt.
  • Diese Einlage berechtigt zur Teilhabe am Gewinn, aber die Teilhabe am Verlust ist auf die Einlage beschränkt.

Nachteile

Eine KG bringt auch einige Nachteile mit sich:

  • Gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschafter.
  • Die Geschäftsunterlagen müssen die KG nennen.
  • Der Konkurs der Gesellschaft bedeutet den Konkurs der Gesellschafter.
  • Wenn einer der Kommanditisten sich wie ein Komplementär verhält und/oder Verwaltungsaktionen durchführt, wird er auch als Komplementär angesehen und haftet gesamtschuldnerisch und unbeschränkt.